Setz Dich her…

… sagt mein imaginärer Freund zu mir und rückt ein Stückchen zur Seite auf der Couch. „Setz Dich einfach her. Du wirst sehen, es wird nichts passieren.“

Manchmal muss man aushalten.

Abwarten.

Mein imaginärer Freund auf der Couch neben mir lächelt mich an. Blinzelt beruhigend. Lächeln… in dieser Situation – danke, mein Freund!

Wir warten gemeinsam. Bin nicht allein.

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Gedanken

Ich konnte das Weinen wieder einstellen. Vielleicht war es ein depressiver Schub. Ich war und bin sehr genervt zur Zeit, aber nicht nur, manchmal auch himmelhoch jauchzend. Und das zu-Tode-betrübt gehört da ja schon fast automatisch dazu.

Ich leide unter dem Wetter, als die Sonne schien passte es mir nicht, denn ich sah schlecht und es war mir schwindlig, nun ist es trüb, ich fühle mich grenzenlos müde und gleichzeitig unruhig. Und natürlich wieder schwindlig. Das kenne ich aber, das wird sich wieder einpegeln, aber es dauert seine Zeit. Nur nicht ungeduldig werden.

Ja, meine Umwelt hat es nicht leicht mit mir momentan.

Aber muss ich denn wirklich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mal schlecht drauf bin und daher von allem genervt? Ich kann einfach nicht immer nur säuseln und lieb sein. Auch nicht, wenn meine Kinder natürlich nichts dafür können, dass ich so leide.

Aber wenn man mir die Ruhe raubt und einfach keine Rücksicht nimmt, dann muss es doch einfach mal gestattet sein, herumzublaffen. Wie ein krankes Tier fühle ich mich. Das fletscht auch die Zähne. Ich möchte das bitte auch dürfen.

Es ist ja nur eine natürliche Reaktion: mir gehts schlecht… bleibt fern. Könnte doch so einfach sein.

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kein guter Tag

Ich bin grenzenlos traurig. Sitze hier und heule bis es mich schüttelt. Fühle mich ganz und gar alleine. Keine Freude. Kein Sinn. Nur weinen, weinen….

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Panik bis in die Träume

Ich träumte von einigen Situationen, die mir gerne ein Angstgefühl versursachen (gerne— und Angst… wie widersprüchlich, eigentlich!). Also von einem Wiedersehen mit Bekannten von ganz ganz ganz früher. In einer großen Menschenmenge. Von Hitze im Sommer. Wir fuhren mit dem Fahhrad. Jede Menge Verkehr. Wir fuhren einen Umweg, um dem Verkehr auszuweichen… noch mehr Verkehr, eine Gr0ßveranstaltung. Im Geruch von Abgasen in praller Sonne an einer Kreuzung warten müssen. Auf dem Fahhrad mit Bekannten von ganz ganz ganz früher. Und sonst keiner, dem man vertrauen kann.

Und dann -im Traum!- das geträumte Gefühl: ich bin nicht umgefallen! Ich kann es aushalten!!

Im fahre dann träumend mit dem Fahrrad über eine ganz schmale Brücke, darunter ein Fluss. Ein Feuerwehreinsatz. Ein Auto wird aus dem Wasser geborgen. Viele Leute, alles ist irgendwie gefährlich. Also eine Situation, in der jeder es mit der Angst zu tun bekommt. Ich bin ruhig.

Dann wache ich auf, willkommen im echten Leben. Ich habe fast verschlafen,  ich muss mich beeilen. Natürlich schwebt die Angstwolke auch schon wie ein Geier über mir, jederzeit bereit sich wie ein Blitz auf mich zu stürzen. Ich hangele mich die Treppe hinunter. Ich brauche jetzt keine Angst. Ich bleibe ruhig. Ich will sie nicht.

Aber alles ist wirklich nicht einfach.

Aber nach so einem Traum? Muss einen doch nicht wundern. Das Adrenalin ist nun mal da. Nach einem Frühstück und Kaffee ist es besser. Trotzdem muss ich heute mal einen ruhigen Gang einlegen. Magnesium und vielleicht lesen.

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vielleicht wieder ein Stückchen vorwärts…

Nein, es war kein Herzinfarkt. Es war eine Panikattacke.

Das muss ich mir förmlich bewusst machen, DENN: ich fühlte mich nicht gut. Vielleicht schlecht, oder mies. Aber ich bin nicht vor Angst durchgedreht. Nicht!! Ungutes Gefühl, ja, auf jeden Fall, das war da. Und ein Brennen in der Herzgegend, oder so ähnlich.

Aber ich habe es geschafft, von mir etwas Abstand zu nehmen. Mir endlich mal zu versichern dass es NUR eine Panikattacke ist. Heute ist Vollmond, ich schlief nicht so gut die letzten Nächte. Ich habe viel gearbeitet, und das ist ja positiv!

Nun esse ich etwas, anschließend lege ich mich hin. So müde macht es mich.. ES. Ja. Ich weiß, dass das Zittern daher kommt, weil mein Körper die überschüssige Adrenalin-Dosis auf diese Weise abbaut. Und dass die Müdigkeit vollkommen normal ist. Und dass es in einer Stunde richtig gut sein kann, und: dass ich wieder eine Panikattacke überlebt habe. Ruhiger und besonnener als früher.

Und das habe ich wirklich sehr gut gemacht.

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Herz-Sache

Na, die Panik am frühen Abend sollte nicht die letzte gewesen sein. In der Nacht – irgendwie war mir nach am-besten-gar-nicht-schlafen, es war wohl so gegen halb zwei, ich lag ganz ruhig auf dem Sofa, da passierte ES wieder…. ich hatte das Gefühl, mein Herz schlägt nicht mehr.

Panik von 0 auf 300 in Bruchteilen von Sekunden!!! Also, das ist wirklich, richtige Panik. Das ist nicht vergleichbar mit den anderen Anwandlungen, auch wenn diese ebenfalls als sehr unangenehm beschrieben werden müssen. JETZT STERBE ICH schreit das Hirn, und NEIN! NICHT!! HILFE!!!

Beim letzten Mal konnte ich ruhig bleiben, –es ist nur die Angst, du stirbst nicht– gestern gelang es mir nicht.

Ich keuchte also ins Bett, vorher riss ich noch das Fenster weit auf. Weinte und schluchzte, konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Und heute grüble ich … das will ich doch gar nicht mehr! Ich habe im Netz nachgelesen: Oh, es gibt sehr viele, die genau dieses Gefühl beschreiben! Und auch von Panikattacken ist die Rede. Und von Stress. Bedenke ich: ich habe ja zur Zeit Stress! Eben WEGEN der Panikattacken! Das Herz stolpert wahrscheinlich nur deshalb hin und wieder. Und löst genau das wieder aus, was mir so zu schaffen macht.

Ein wirklich DUMMER Zustand. Man könnte ein EKG machen lassen (hätte man nicht schon wieder Angst, zum Arzt zu gehen…). In 99% der Fälle sind die Aussetzer nicht bedenklich, lese ich. Und, dass Ruhe, Entspannung und Magnesium helfen können. Magnesium habe ich hier, es empfiehlt sich so und so, welches zu nehmen, der Stress, das Augenzucken. Das schadet in keinem Fall. Ich kann auch mal wieder meine Entspannungsübungen durchziehen, schließlich hat man das ja mal gelernt.

Wenn es NICHT besser werden sollte, dann kann ich immer noch zum Arzt gehen. Wahrscheinlich sollte ich der Sache aber einfach nicht so viel Bedeutung schenken und mich nicht schon wieder reinsteigern.

Eine Betroffene hat geschrieben „Ich habe das auch. Das Herzal stolpert halt hin und wieder, das ist für mich nicht weiter schlimm.“

Na dann. Gott gebe mir Gelassenheit.

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Löse dich von etwas, was dich traurig macht.
Du wirst es nicht vermissen.
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Panikattacke – mittendrin

Dieses Blog ist kein Blog der reinen Erfolge und Freude.  Natürlich habe ich immer noch mit Panikattacken zu tun. Jetzt im Moment zum Beispiel.

Es ist das erste Mal, dass ich in dieser Situation einen Blogeintrag schreibe. Das heißt, das allerschlimmste von dieser Attacke ist im Moment wohl vorüber. Das atmen fällt noch etwas schwer, ein Gemisch aus Angst und Wut wohnt im Bauch. Mir ist sehr heiß, fast möchte ich es als Hitzewallung/en bezeichnen. Das Herz, das arme, schlägt aber wieder recht gleichmäßig und wie ich hoffen möchte auch regelmäßig. Zu genau prüfe ich nicht nach, hat ja alles keinen Sinn.

Das Wetter ist kühl und regnerisch, es riecht nach Kachelöfen, ich fühle mich schwer und müde. Für eine Herbstdepression noch etwas früh! Hin und hergerissen zwischen ich will schlafen und Ruhelosigkeit.

Normal bei einer Panikattacke! Aber unangenehm, sehr unangenehm. Ich habe heute versucht, eine „Spitze“ zu vermeiden, als sich die Anzeichen verstärkten habe ich gerade telefoniert, daher das Gespräch recht rasch beendet. Vielleicht spreche ich auch zu schnell und zu viel und deshalb komme ich mit der Atmung nicht mehr mit? Kein Wunder, wenn der Körper dann panisch wird. (Obwohl… heißt es nicht immer, die Psyche ist es, die die Attacken auslöst?) Keine Ahnung. Ach ja, der Kopf. Die Art zu denken, falsches Denken.

Vielleicht schreibe ich gerade wirr, das macht aber nichts. Umso interessanter wird es „danach“ zu lesen sein.

Mir kam in den Sinn, dass ich die Attacken sehr sehr sehr häufig habe, wenn ich allein bin. Ja warum? Habe ich sonst einfach keine Zeit dafür? Oder gar keine Lust? Erscheint mir ein Leben bzw. eine kleine Zeitspanne des Alleinseins denn wirklich so sinnlos, dass ich mich in Ängste flüchten muss? Dazu habe ich doch keinen Grund!

Jeder Mensch ist mal alleine! Und bräche jeder in Panik aus, das würde ja was geben… die Vorstellung lässt mich schon wieder heimlich verschämt grinsen…

Es wäre leichter, mit jemandem darüber sprechen zu können. So eine Gesprächsrunde zum Beispiel. (Schicken Sie mal 20 Nichtschwimmer zum Treffen in fünf Meter tiefes Wasser… das ist vergleichbar!) Aber: die Nichtschwimmer könnten ja immerhin schwimmen lernen. Das muss ich dabei zugeben.

Also nicht aufgeben. Nicht absaufen. Nicht einfach untergehen lassen. Zappeln und weitermachen.

Wenn ich schwimmen kann, wird vieles einfacher. (Und die anderen schwimmen ja auch… nur dass sich manche eben leichter tun…)

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Wut ist ein Geschenk

Das habe ich gerade gelesen. Genauer gesagt „Anger is a Gift“ habe ich gelesen. Und ja – das stimmt. Die Wut kann Kräfte auslösen, die wir positiv nutzen können. (können). Wut auf etwas zu haben kann heißen, einen Missstand zu erkennen – der erste Schritt, um etwas positiv zu verändern.

Wut und Angst gehen oft miteinander einher. Beides zu erkennen, möglicherweise zu trennen (habe ich Angst oder ist es „nur“ Wut?) kann als guter Anfang für neue, positive Dinge im Leben dienen.

Ich rege mich nicht mehr über Umstände auf, die ich mit meiner Wut alleine sowieso nicht ändern kann. Ich wäge ab: ist es mir wichtig genug, um das Thema zur Sprache zu bringen? Möchte ich den Widerstand, der mir vielleicht entgegengebracht wird, aushalten oder dagegen kämpfen? Ist es die Sache wert, sich dafür mit viel Energie einzusetzen?

Oder ist es besser (nicht nur einfacher oder leichter, ich meine besser), einfach mal ein Schulterzucken durchgehen zu lassen?

Manchmal ist es das wirklich.

Vor allem befreit es einen selbst von selbstauferlegten Schuldgefühlen. Denn die führen zu nichts… außer irgendwann zum dunklen Loch der Depression. Oder noch mehr Wut, deren Ursache man selbst dann nicht mehr erkennen kann.

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Ein Traum. – Ein Traum?

Es gibt da einen (von mehreren) Träumen, die in dieser oder ganz ähnlicher Art immer wieder auftauchen:

Mein Mann und ich ziehen um. In ein großes, schönes Haus. Es ist bereits fertig gebaut, es ist schön und mit einem gewissen Luxus eingerichtet. Es ist nagelneu – und sonderbarerweise gehört es uns. Es gibt sehr viel Platz und technische Dinge, die wir hier nicht haben, auch riesengroße Fenster. Und wir ziehen dort ein, es gehört uns, wir fühlen uns noch fremd, aber wir werden uns schon daran gewöhnen.

Ein schöner Traum, finde ich.

Und weil ich heute ausnahmsweise mal wieder kurz ins Grübeln verfallen bin, schoss mir der Gedanke in den Kopf:

Was, wenn mir dieser Traum etwas SAGEN möchte? Ist dieses Haus mein Leben, das ich führen könnte, würde ich mich nicht immer von meinen Ängsten bremsen lassen? 

Dass es so viel Platz gibt und Licht, dass es aufgeräumt ist – steht das symbolisch für ein angstfreies Leben?

Dass das Haus bereits fertig ist – heißt das, ich müsste einfach nur den Schritt ins „andere“ Leben machen?

Und dass mein Mann mit mir in dieses Haus zieht – ist das nicht ganz einfach wunderbar? Das bedeutet, wir überwinden die Krise und führen das neue, leichtere Leben dann voller Freude?

Ich möchte es glauben. Wirklich. Und ich bin bereit, meine „Umzugskartons“ zu packen. Ganz ehrlich.

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